Sonntag, 9. April 2006

Frühling, Montreal und Ahornsirup

In Ottawa ist mittlerweile endgültigt der Frühling eingekehrt. Das kann unter anderem daran erkennen, daß man immer häufiger mehr oder weniger schöne Menschen die mit mehr oder weniger rotem Kopf versuchen, den Winterspeck abzujoggen. Für den Ganzjahres-Sportler, der sich durchaus auch über wärmere Zeiten freut, hat das einen gewissen Unterhaltungswert...
A propos Frühling: das erste wärmere Wochenende vor ein paar Wochen haben ich und Laura wie ja bereits kurz erwähnt, in Montéal verbracht. Wir haben uns zu unsrem dritten Jahrestag in einem feinen Hotel, der Auberge Bonaparte (ich weiß auch nicht was der Napoleon dort zu suchen hatte) in der historischen Altstadt (naja, besiedelt seit 16. Jhdt) ein quartiert und es uns so richtig gut gehen lassen...


Hier genießt Laura den Blick aus dem Hotel-Fenster...


... den man sich etwa so vorstellen kann. Da fühlt ja wirklich fast wie in Frankreich...

Am folgenden Wochenende war dann Laura mit gezogenen Weisheitszähnen außer Gefecht. Für mich ging sich aber nach guter Krankenpflege doch ein kurzer aber interessanter Abstecher zu einer sogenannten "cabane à sucre" in Québec aus.


Dort werden um diese Jahreszeit die Ahornbäume angebohrt, um den leicht zuckerhaltigen Saft in Kübeln (oder moderner mit Schläuchen) zu sammeln. Wenn man diese dünne Suppe dann durch langes Kochen auf ein 40-stel des ursprünglichen Volumens eindampft wird das Ganze zum berühmten Ahornsirup.
Diesen kann man diesen dann noch weiter einkochen, und anschließend auf Schnee gießen, und auf einen Stiel wickeln. So kommt man einen richtigen Ahorn-Lutscher :)
Damit ist inzwischen aber auch Schluß, weil Schnee gibts nach den warmen Tagen keinen mehr. Dafür wird's langsam aber sicher Zeit, wieder ans campen und Canoe-Fahren zu denken. Algonquin Park wir kommen! Ok, ok einen Monat dauerts schon noch, aber ich freu' mich schon sehr!

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